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Testbericht

Gears of War (PC)

XBox 360 Besitzern ist dieses in Deutschland nur schwer erhältliche Spiel bestimmt ein Begriff. Die Kritiker aller Welt loben es in den Himmel, und es scheint die spielbare Bibel aller Xbox 360 Spieler zu sein (Ich weigere mich, Halo 3 als Bibel anzuerkennen, Microsoft!).

Dieser Bericht behandelt die PC-Version, welche sich vor allem durch einen größeren Single-Player Teil und verbesserte Grafik auszeichnet. Erstmal hatte ich Panik, dass das Spiel gar nicht läuft, da mein PC älter ist als der Fernseher meiner Oma. Und der ist schwarz-weiß.

Aber ich war überrascht! Nach der Installation, welche übrigens über eine halbe Stunde dauerte (Die Schuld geb ich nicht dem Spiel, weil mein PC...schwarz-weiß, ihr wisst schon...), startete ich direkt das Spiel. Und es lief! Und es sah gut aus! Und es ruckelte ni...ok, es ruckelte. Aber das war mir egal, es lief! Und es fing direkt so an, wie ein 3D-3rd-Person-Shooter anfangen soll...mit Gewalt! Der Protagonist (Marcus Fenix, ausgesprochen wie das englische Wort Phoenix) wird aus dem Knast befreit um gegen tunnelbauende Außerirdische anzutreten, welche diesen von den Menschen besiedelten Planeten "säubern" wollen.

Damit wurden direkt 2 Probleme gelöst. Problem 1: Es gibt eine Story, die möglichst viel Geballer erlaubt: Der klassische Überlebenskampf. Problem 2: Die Aliens, Locust genannt, bauen Tunnel! Dadurch ist ewiges Gegner-Spawnen legitimiert, da diese prinzipiell aus Löchern kommen können. gut, man kann diese Löcher mit Granaten schließen...Aber die Granaten haben eine so absurde Aerodynamik, dass ich mich frage, ob der Waffendesigner des Spiels einen Morgenstern mit einer Granate kreuzen wollte. Zumindest hat er das mit Erfolg geschafft. Besagte Morgenstern-Granate fliegt erstmal auf den Boden, prallt ab, und fliegt dann irgendwo anders hin. Gut, dank zoombarer Optik und Zielhilfe kann man den Wurfweg in vorraus berechnen, aber in der Hitze des Gefechts ist das manchmal sehr schwer.

Aber das ist mir egal! Wen interessieren Granaten, wenn ich Gewehre habe! Und das schiessen macht Spaß, sehr viel Spaß. Gut gut, die Protagonisten sind etwas...nun ja. Sagen wir es so: Der Hauptdarsteller ist ein sarkastischer Kleiderschrank mit Bandana am Kopf. Ein Nebendarsteller, der "Cole-Train", ist ein Afro-Amerikaner, ehemaliger "Trashball"-Spieler, und benimmt sich so afro-amerikanisch, dass wenn ich den Afro-Amerikanern unterstellen würde, dass sie sich so benehmen, die Afro-Amerikaner zu mir sagen würde, ich wäre ein Rassist. Yo man!

Aber prinzipiell gesehen sind alle Charaktere ausgesprochen männlich. Oh Yeah, mehr Muskeln als Hirnmasse, coole Sprüche, keine Angst vor den grausamen Wesen, die reihenweise ihre Familien abschlachten. Schaut euch das Männerbild mal an, welches da gezeigt wird. Gut, es vereinfacht jeden männlichen Spieler die Identifikation mit dem Hauptcharakter, da dieser genau so cool, großartig und stark ist wie man selbst (Devil May Cry-Syndrom). Aber hey, liebe Frauen, ganz ehrlich...so ist kein Mann. Glaubt das nicht! Kein Mann ist so.

Außer mir (Für die Damen: sascha.dieckmann@web.de)

So, kommen wir zu meinem letzten negativen Kritikpunkt...die KI, die künstliche Intelligenz. Meistens ist die ganz in Ordnung, aber es gibt Totalausfälle. Mein persönliches Lieblingsbeispiel: Mein Charakter ist unterwegs mit seinem Kollegen in der verlassenen Stadt bei Nacht. Draußen treiben sich wirre Wesen rum, die Kryll, so eine Mischung aus Fledermaus und fleischfressender Schwalbe. Sobald man durch dunkle Gebiete geht, fressen die einen. An einer Stelle steht ein brennendes Auto. Schiebt man das, bleibt man ständig im Schutz des Lichtes. Ich schiebe...und schiebe...dann dreh ich mich um, und mein Begleitcharakter steht immernoch da, wo ich angefangen habe zu schieben. Und wartet. Ich weiß nicht auf was er wartet, Sonnenaufgang, Pizza, aber zumindest wartet er. Dann rennt er los. Richtung Auto. Durch die Dunkelheit. Natürlich stirbt er. Und wiederbeleben geht nicht, weil er im Dunklen ist (sonst geht das ganz einfach, aber die Kollegen verlassen sich manchmal zu oft auf diesen Service). Nun kniet der besiegte Begleiter am boden, stöhnt ab und zu männlich: "Ich brauche Hilfe!" und malt ansonsten mit dem Stock Kreise auf den Asphalt. Zumindest glaube ich, dass er das tut. Nagut, ich besiege die Gegner, danach wird der Kollege automatisch wiederbelebt. Und was passiert da?! Plötzlich geht überall das Licht an, nur damit mein Kollege lebend zu mir kommen kann.

Was ist denn jetzt los, wenn ein Spiel selbst mit solchen Abwehrmechanismen die Blödheit der KI zu vertuschen sucht...

Ach, genug der Kritik. Das Spiel ist klasse! Action, Spannung, tolle Gegner, meistens gute KI. Die Story könnte einen Tick mehr Dramatik vertragen, aber was solls. Ansonsten in Deckung gehen, schiessen, Kettensäge (!) verwenden. Deswegen kann das Spiel nur gut sein. Spiele mit Kettensägen sind immer gut. Das ist ein Gesetz oder so...

So, und nun lass ich mir meinen gestählten Körper mit Öl einreiben während ich auf Tauben schieße.

Euer aller Vae

15.1.08 14:47
 


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